Speichenspannung

Mountainbike Laufräder sind idR. asymmetrisch, weil die Scheibenbremsenaufnahme sowie der Freilauf Platz benötigen. Trotzdem muss die Felge mittig über der asymmetrischen Nabe stehen. Dadurch ergibt sich beidseits des Rads unterschiedliche Speichenwinkel und somit Speichenspannungen. 

Vorne links und hinten rechts sind dabei die ausschlaggebenden Seiten, weil durch Bremsmoment (vorne links) und Antriebsmoment (hinten rechts) am höchsten belastet. Die jeweils gegenüber liegenden Seiten sind bei symmetrischen Felgen deshalb deutlich weniger vorgespannt, je nach Nabengeometrie nur 55-70%. Siehe auch weiterführend belastungsgerechter Aufbau.

Eine ausreichend hohe Speichenspannung auf den primären Seiten ist deshalb notwendig um eine ausreichend hohe Spannung auf der gegenüber liegenden Seite zu erzielen.

Ohne ausreichend hohe Speichenspannung gibt es kein stabiles Laufrad!

Durch asymmetrische Felgen kann der Speichenwinkel auf der schwachen Seite verbessert werden um eine höhere Speichenspannung zu erzielen. Asymmetrische Felgen werden jedoch (noch) nur von wenigen Herstellern angeboten, auch weil die Konstruktion von sicheren und haltbaren Felgen aufwendiger ist als die von herkömmlichen symmetrischen.

Darüber hinaus ist jedoch entscheidend, dass die Speichenspannung je Seite sehr gleichmässig ist. Trifft dies nicht zu, werden die Speichen im Fahrbetrieb unterschiedlich belastet - manche werden zu stark entlastet, benachbarte müssen erhöhter Belastung widerstehen. Es können sich Speichen sogar weiter lockern. Dies reduziert die Dauerhaltbarkeit der Speichen im Extremfall auf Null: Speichenbruch am Speichenbogen, dem emfpindlichsten Teil der gebogenen Speiche.

Ohne gleichmässige Speichenspannung gibt es kein haltbares Laufrad!